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Schulstudie 2016: Mehrheit der Deutschen mit Schulsystem zufrieden
16.02.2016 - Bund
Schulstudie 2016: Mehrheit der Deutschen mit Schulsystem zufrieden

Mohring: Differenziertes und begabungsgerechtes Schulsystem schützt Schulen und Lehrer vor Überforderung

Berlin – „Die Mehrheit der Deutschen ist quer über alle Bildungsabschlüsse mit dem Schulsystem in Deutschland zufrieden.“ Das ist nach den Worten von Thüringens CDU-Fraktionschef Mike Mohring die zentrale Botschaft der von der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz (FVK) in Auftrag gegebenen dimap-Schulstudie 2016. Vor der Bundespressekonferenz in Berlin stellte Mohring die Ergebnisse gemeinsam mit den CDU-Fraktionsvorsitzenden von Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz, André Schröder und Julia Klöckner vor. Mohring, der zugleich Vorsitzender der Fraktionsvorsitzendenkonferenz ist, sieht in der Studie Rückhalt für ein differenziertes Schulsystem, durch das Schulen und Lehrer vor Überforderung geschützt werden. Klöckner warb für das duale Bildungssystem, um das Deutschland weltweit beneidet werde. „Wir brauchen auch Meister und nicht nur Master“, sagte sie. Schröder plädierte „für Bildungsfrieden und qualitative Weiterentwicklung bestehender Strukturen.“

Rückendeckung für eine begabungsgerechte und ausdifferenzierte Schullandschaft sieht Thüringens CDU-Fraktionsvorsitzender unter anderem in der enormen Zustimmung für die Forderung nach besonderen Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge von mehr als 80 Prozent. „Das ist sachgerecht, weil Sprache der Schlüssel für die Teilnahme am Unterricht ist, aber auch der zur Integration.“ Der Thüringer CDU-Fraktions- und Parteichef plädierte dafür, in diesem Unterricht altersgemäß auch auf die christlich-jüdische Tradition und das Grundgesetz hinzuweisen. „In den Vorbereitungsklassen können sich die Flüchtlingskinder zunächst ganz auf den Spracherwerb konzentrieren und anschließend den regulären Unterricht besser verstehen. Das hat auch den Vorteil, dass der Fachunterricht nicht mit der zusätzlichen Aufgabe des Spracherwerbs überlastet wird“, so Mohring. Der CDU Bundesvorstand stellte sich hinter die Forderung nach Vorbereitungsklassen. Seine Interpretation sieht er auch durch die breite Unterstützung für Förderschulen gestützt. Laut Studie beläuft sie sich auf über 90 Prozent. „Die Bürger halten Inklusion prinzipiell für erstrebenswert, sofern sie davon einen Begriff haben. Sie wissen aber auch, dass es ohne Förderschulen nicht geht. Das sieht die Union nicht anders. Wir brauchen eine Inklusion mit Augenmaß", so der Thüringer CDU-Fraktionsvorsitzende.

Klöckner erklärte, trotz des weltweit exzellenten Rufs des dualen Bildungssystems, blieben viele Ausbildungsplätze leer, die Wirtschaft leide unter einem Fachkräftemangel. „Gleichzeitig steigen die Zahlen der Studierenden und auch der Studienabbrecher. Eine reine Hochschulfixierung in der Bildung geht jedoch in die falsche Richtung, für viele Einzelne, aber auch für unser Gemeinwesen. Hier müssen wir wieder eine Balance herstellen“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende aus Rheinland-Pfalz. „Die berufliche Bildung steht für Qualität und praxisorientiertes Wissen, sie ist das Rückgrat unserer mittelständischen Wirtschaft. Nur mit gut ausgebildeten Meistern und Facharbeitern sind wir zukunftssicher. Das Erfolgsrezept der beruflichen Bildung für junge Menschen ist die enge Vernetzung von praktischer und theoretischer Bildung“, erklärte Klöckner. Deshalb brauche die berufliche Bildung in Deutschland mehr Anerkennung und Wertschätzung und müsse wieder gestärkt werden. „Das gilt nicht nur für Sonntagsreden, sondern auch für die konkreten politischen Entscheidungen. In Rheinland-Pfalz zum Beispiel fällt in keiner anderen Schulformen so viel Unterricht aus, wie an den berufsbildenden Schulen“, so wörtlich.

André Schröder erklärte, die Mehrheit der Deutschen wolle Bildungsqualität und differenzierte Angebote anstatt einer Einheitsschule. „Daher lehnen wir die Vorstellung der Linken ab, eine allgemeinbildende Gemeinschaftsschule als Vorzugsschule für alle Abschlüsse den Menschen aufzuzwingen. Intelligente Lösungen, wie zum Beispiel eine stärkere Fokussierung auf die berufliche Bildung, die Qualifizierung der Ausbildung im Sekundarbereich und die bessere Berufsorientierung an den Schulen, sollen unsere jetzige Schullandschaft ergänzen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende in Sachsen Anhalt.

Link zur Schulstudie:

http://cducsufvk.de/wp-content/uploads/2016/02/dimap-Grafiken-Schulstudie-2016.pdf