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CDU Thüringen arbeitet Geschichte auf
08.02.2016 - Land
CDU Thüringen arbeitet Geschichte auf

Erfurt. Die Kommission zur Aufarbeitung der Thüringer CDU-Geschichte hat den inhaltlichen Arbeitsauftrag für den künftigen Forscher festgelegt. Zunächst solle die Frühgeschichte der CDU in der Nachkriegszeit untersucht werden.

Dabei gehe es um die Einfügung der Partei in die SED-Diktatur und den Widerstand dagegen, sagte Kommissions-Vorsitzender Jörg Ganzenmüller dem MDR. Daran schließe sich der umfangreiche Teil mit der Zeit bis Mitte der 1980er-Jahre an. Dabei solle untersucht werden, wie die Blockpartei in der DDR funktioniert habe. Auch die Beziehungen zur SED und zu den Kirchen sollen in der Studie eine Rolle spielen. Im dritten und letzten Teil soll das Ende der DDR unter die Lupe genommen werden. Dazu kämen einzelne lokale und thematische Besonderheiten. Dies sei aber stets abhängig von der Quellenlage. Ziel sei kein CDU-Handbuch, sondern eine Studie, die einzelne Fragestellungen exemplarisch untersuche.

Nach Angaben von Ganzenmüller wurde noch kein geeigneter Forscher für das Aufarbeitungsprojekt ausgewählt. Diesen wolle die Kommission mit einer deutschlandweiten Ausschreibung finden, die in den nächsten Monaten starten soll. Der Wissenschaftler habe dann zwei bis zweieinhalb Jahre Zeit, um die Studie zur Geschichte der Thüringer CDU vorzulegen.

Das Projekt wird über die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung finanziert. Thüringens CDU-Chef Mike Mohring hatte nach seiner Wahl angekündigt, dass die CDU ihre Blockpartei-Vergangenheit aufarbeiten wolle (TLZ berichtete). Dazu wurde eine unabhängige Kommission mit Fachhistorikern einberufen.

 

Redaktion TLZ / 08.02.16 / TLZ